Warum enthält Trockennahrung Konservierungsstoffe und Antioxidantien?

Je hochwertiger und frischer die Inhaltsstoffe einer Nahrung sind, desto mehr kann ihre Qualität durch äußere Einflüsse leiden.

Seitenprofil von einer Katze mit blauen Augen vor einem Napf.

Antioxidantien verhindern Qualitätsverluste, die am Produkt durch Oxidation (die Reaktion mit Luft-Sauerstoff) entstehen. Letzteres betrifft insbesondere die ungesättigten Fettsäuren, die besonders leicht mit Sauerstoff reagieren und dann ranzig werden können. Dies kann für die Tiere schädliche Folgen haben, zum Beispiel kann es zu Durchfall kommen. Die ungesättigten Fettsäuren sind für den Organismus von Hund und Katze besonders wertvoll. Sie haben einen positiven Einfluss auf die Hautgesundheit und den Fellglanz. Aber da sie oxidationsempfindlich sind und nach der Reaktion mit Sauerstoff ihre positiven Eigenschaften verlieren, müssen diese sensiblen Fettsäuren mit so genannten Antioxidantien geschützt werden.

Katze liegt auf dem Boden.

Konservierungsstoffe erhöhen die Haltbarkeit eines Produktes, indem sie das Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien hemmen. In Trockennahrung werden diese Stoffe eingesetzt, um eine längere Haltbarkeit des Produktes bei einer einwandfreien hygienischen Qualität zu gewährleisten. Feuchtnahrung benötigt diese Zusätze nicht, da die Nahrung in der Dose oder dem Folienbeutel nach dem Verschließen durch Erhitzen sterilisiert wird.
Antioxidantien und Konservierungsstoffe im Futter sind von der EU zugelassen. Bevor eine solche Zulassung erteilt wird, muss der günstige Effekt und die völlige gesundheitliche Unbedenklichkeit sicher nachgewiesen werden. Bei ihrem Einsatz gilt weiterhin: „So wenig wie möglich, so viel wie nötig.“

Das sagt der Experte

Antioxidantien und Konservierungsstoffe können die hervorragende Qualität der Futtermittel nur länger erhalten, sie können sie nicht verbessern. Es ist also entgegen der Annahme mancher Tierhalter nicht möglich, mit Antioxidantien und Konservierungsstoffen Rohstoffe schlechter Qualität in einer Tiernahrung zu „schönen“.

Experte
Dr. Claudia Rade

Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik

Aus was bestehen Konservierungsstoffe und Antioxidantien?

Zu den Konservierungsstoffen gehören zahlreiche Säuren, z.B. Sorbin- oder Propionsäure. Sie sind in der Lage, das Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien zu hemmen, die für Lebens- und Futtermittel einen idealen Nährboden darstellen. Dieser Schutz wird vor allem nach dem Öffnen der Verpackung gebraucht. Da Trockennahrung auch bei geöffnetem Beutel wochenlang haltbar sein soll, müssen Konservierungsstoffe zur Sicherung einer einwandfreien hygienischen Qualität eingesetzt werden.

Antioxidantien dienen der Stabilisierung von Fetten und Ölen mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Neben natürlichen Antioxidantien (z.B. Vitamin E und C) kommen auch synthetische zum Einsatz. Die synthetischen Antioxidanzien sind wirksamer und preisgünstiger. Daher werden sie zur Sicherung der Fettqualität und zur Vermeidung von schädlichen Oxidationsprodukten (Peroxiden) im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben in Tiernahrung verwendet.

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