Vertragen Katzen Kohlenhydrate?

Katzen sind im Gegensatz zu Hunden strikte Carnivoren (Fleischfresser). Das bedeutet, dass sie tierische Komponenten in ihrer Nahrung unbedingt benötigen.

Siam Katze frisst aus Napf.

Umgekehrt heißt das aber nicht, dass sie Getreide und Kohlenhydrate nicht verwerten können. Ihr Stoffwechsel ist so ausgelegt, dass sie Kohlenhydrate aus dem Nahrungsprotein selbst bilden. Katzen brauchen also keine Kohlenhydrate, haben aber einen hohen Proteinbedarf, weil sie das Protein eben auch zur Kohlenhydrat-Bildung heranziehen. Sind jedoch Kohlenhydrate in gut aufgeschlossener Form der Nahrung enthalten, können Katzen diese hervorragend nutzen.

Eine junge getigerte Katze sitzt neben einer liegenden ausgewachsenen Katze.

Zur Frage: „Vertragen Katzen Kohlenhydrate und wenn ja, wie viele?“ zunächst einige Fakten:

  • Katzenwelpen nehmen etwa 20 % der Energie, die sie brauchen, als Milchzucker auf
  • Die natürliche Nahrung ausgewachsener Katzen (kleine Beutetier, wie z.B. Mäuse) enthält nur etwa 1 - 2 % Kohlenhydrate
  • Kommerzielles Feuchtfutter für Katzen enthält etwa 2 - 6% Kohlenhydrate
  • Kommerzielles Trockenfutter für Katzen kann bis zu 40 oder sogar 60 % Kohlenhydrate enthalten.Trockennahrung für gesunde Katzen von Royal Canin hat meist zwischen 25 und 35% Kohlenhydrate.

Welche Kohlenhydrate können Katzen besonders gut verdauen?

Kohlenhydrate sind für ausgewachsene Katzen zwar grundsätzlich verzichtbar, ihre Verdauungskapazität für Kohlenhydrate ist jedoch sehr hoch. Das heißt, sie vertragen sie in Maßen sehr gut und können die in den Kohlenhydraten enthaltene Energie sehr gut nutzen: Die Verdaulichkeit der Stärke aus grob zerkleinerten Mais- bzw. Weizenkörnern beträgt bei der Katze mehr als 80 %, durch Kochen kann sie sogar auf über 90 % erhöht werden. Ernährungsexperten sind sich einig, dass Kohlenhydrate in Maßen eine sehr gute Energiequelle für die Katze darstellen.

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