Ist Getreide im Hundefutter unnatürlich?

Hunde leben schon mehr als 10.000 Jahre mit Menschen zusammen und ernähren sich von dem, was Menschen selber verzehren bzw. den Resten davon: Getreide, Gemüse, Fleischabfälle und Knochen. Deswegen ist getreidehaltige Nahrung für Hunde keineswegs unnatürlich.

Hinterkopf eines Schäferhundes, der auf eine weite Grasfläche blickt.

Vor Jahrtausenden haben sich Wölfe dem Menschen angeschlossen, da in seiner Nähe die Ressource Nahrung einfacher verfügbar war. Im Laufe der Jahre wurden die Tiere mit allem gefüttert, was beim Nahrungserwerb des Menschen anfiel, z.B. mit den Eingeweiden von Jagdtieren oder den getreidehaltigen Essensresten. So haben sich die Ernährungs-Gewohnheiten des Hundes im Vergleich zum Wolf verändert und er kann heute Stärke besser verwerten als seine wilden Vorfahren. Das ist mittlerweile sogar in den Genen des Hundes verankert. Diese Hypothese wird durch neuste Forschungsergebnisse unterstrichen (Axelsson et al. 2013).

Die Zubereitung ist entscheidend für die Getreideverträglichkeit

Die im Getreide enthaltene Stärke ist für Hunde und Katzen gut verwertbar, wenn sie aufgeschlossen ist. Entscheidend ist deswegen, dass das Getreide in der Tiernahrung so zubereitet wird, dass Hunde und Katzen es gut verdauen können. Moderne Herstellungsverfahren, wie die Extrusion von Trockennahrung, die bei Royal Canin eingesetzt wird, sorgen dafür, dass die Proteine und Kohlenhydrate in der Nahrung hervorragend verdaulich und leicht verwertbar für Hunde und Katzen sind.

Das sagt der Experte

Der Hund stammt vom Wolf ab – durch die Nähe zum Menschen haben sich seine Ernährungsgewohnheiten jedoch verändert und dem Nahrungsspektrum des Menschen angepasst. Heute zählt Getreide deswegen zu den wichtigen Energielieferanten für Hunde.

Experte
Dr. Claudia Rade

Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik

Getreide – der Energielieferant für Hunde und Katzen

Die im Getreide enthaltenen Kohlenhydrate liefern Stärke und spielen eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung von Hunden und Katzen. Vor allem für Tiere in Belastungssituationen, wie säugende Hündinnen und Katzen oder Windhunde im Rennen, ist die schnell zur Verfügung stehende Energie entscheidend. Doch auch Hunde, die gerne im Park sprinten oder in einer der modernen Hundesportarten wir Flyball oder Frisbee aktiv sind, nutzen die Kohlenhydrate in der Nahrung als „schnellen Energiekick“. Als Kohlenhydratquellen werden in handelsüblichen Nahrungen neben Getreide auch Rohstoffe wie Kartoffeln oder Tapioka eingesetzt

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